Mai 2020

Wie die Coronakrise den Trend zu Homeoffice in Gang setzt

Mit der Coronakrise wurden viele Arbeitgeber von heute auf morgen dazu gezwungen ihre Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken. Zeit nun Bilanz zu ziehen. Haben sich die vielen Befürchtungen bestätigt oder war die Umsetzung bisher erfolgreich?

Wie die Coronakrise den Trend zu Homeoffice in Gang setzt

Noch vor wenigen Wochen war es für viele Unternehmen unvorstellbar, dass ihre Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum im Homeoffice arbeiten. Zwar wurde die Vereinbarkeit von Familie und Beruf dank Homeoffice in der Theorie häufig gelobt, an der flächendeckenden Umsetzung in Deutschland scheiterte es allerdings bisher. Mit der Coronakrise wurden viele Arbeitgeber von heute auf morgen dazu gezwungen diese neue Arbeitswelt in die Praxis umzusetzen, um den Unternehmensbetrieb aufrechterhalten zu können. 

Zeit nun Bilanz zu ziehen. Haben sich die Befürchtungen bestätigt oder ergeben sich dank Homeoffice viele positive Aspekte? 

Das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation führte schon zu Beginn der Coronakrise Ende März 2020 eine Befragung von rund 1.600 Arbeitnehmern zu diesem Thema durch und fand dabei Folgendes raus:

Bereits Ende März arbeitete fast die Hälfte der Befragten im Homeoffice. 39% der Teilnehmer waren zu diesem Zeitpunkt mindestens mehrmals pro Woche im Homeoffice. Doch wie klappt es mit der Umsetzung? In der Befragung gaben lediglich 19% an mit der aktuellen Situation im Homeoffice unzufrieden zu sein. Insbesondere Aufgaben, die Ruhe und Konzentration erfordern, können im Homeoffice besser erledigt werden als im Büro. 71% waren mit der Ausweitung bzw. Einführung von Homeoffice durch den Arbeitgeber zufrieden. Und dies obwohl vor der Coronakrise für 39% der Befragten Homeoffice nicht möglich war, da der Arbeitgeber Homeoffice nicht erlaubte. Auch die Akzeptanz von Homeoffice ist gestiegen. Rund 32% der Befragten beurteilten Homeoffice nun weitaus positiver als vor der Coronakrise. Das führt auch dazu, dass zwei Drittel der befragten Mitarbeiter sich nach der Coronakrise mehr Homeoffice wünschen. 

Fragen zur Verbreitung und Akzeptanz der Arbeit im Homeoffice

Homeoffice4

Quelle: Bayerisches Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt), https://www.bidt.digital/studie-homeoffice/, Stand 15.04.2020, Abweichungen von 100% rundungsbedingt

Die Studie zeigt die hohe Akzeptanz von Homeoffice bei den Befragten. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung während der Coronakrise mit zunehmender Erfahrung seitens Mitarbeitern und Führungskräften fortsetzen wird. Bleibt zu hoffen, dass dieser positive Trend zu mehr Homeoffice auch nach der Coronakrise durch die Unternehmen weiter umgesetzt wird. Derzeit arbeiten auch unsere Mitarbeiter mehrheitlich im Homeoffice. Unsere Erfahrungen dabei haben wir bereits in einem unserer vergangenen Beiträge geschildert. Die Möglichkeit einer flexiblen Gestaltung des Arbeitsalltags dank Homeoffice besteht bereits seit jeher bei ON und ist ein wichtiger Teil unserer Unternehmenskultur. Viele unsere Mitarbeiter haben die Möglichkeit von Homeoffice auch vor der Coronakrise gerne wahrgenommen. Doch auch wir erleben in der Projektarbeit bei unseren Kunden den Wandel des Arbeitsalltags hin zu mehr Homeoffice. Diese neue Arbeitswelt wird zahlreiche Veränderungen mit sich bringen, wie etwa eine neue Führungskultur und eine stärkere Digitalisierung. Gerne unterstützen wir daher unsere Kunden mithilfe unserer Erfahrungen, um diese Veränderung sowohl für Arbeitgeber als auch Mitarbeiter möglichst positiv zu gestalten.

 

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